Versicherungsmakler Gehalt: Courtage, Festgehalt und Verdienst im Vergleich

Angestellte Versicherungsmakler verdienen laut gehalt.de im Median 54.466 € brutto im Jahr, also 4.392 € im Monat, mit einer Spanne von 46.418 € bis 63.909 € zwischen unterem und oberem Quartil (Stand September 2026). Selbständige Makler leben dagegen von Courtagen der Versicherer, deren Höhe das Gesetz nur nach oben begrenzt. Dieser Artikel zeigt beide Vergütungswelten, die rechtlichen Grenzen und was Maklerhäuser in ihren Stellenanzeigen bieten.

Veröffentlicht: 16.09.202610 min Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Vergütungswelten: Angestellte Versicherungsmakler beziehen ein Festgehalt, oft mit variablem Anteil. Selbständige Makler leben von Courtagen, die der Versicherer für vermittelte und betreute Verträge zahlt.
  • Festgehalt: Der Median liegt laut gehalt.de bei 54.466 € brutto im Jahr. Ein Viertel der Angestellten verdient weniger als 46.418 €, ein Viertel mehr als 63.909 € (Stand 09/2026).
  • Erfahrung und Betriebsgröße machen den Unterschied: Mit mehr als neun Berufsjahren nennt das Portal 56.688 €, in Häusern mit mehr als 20.000 Mitarbeitern 73.007 € im Jahresdurchschnitt.
  • Courtage: Sie setzt sich aus einer Abschlusscourtage und einer laufenden Bestandscourtage zusammen. Das Gesetz begrenzt die Höhe in der Krankenversicherung und bei der Lebensversicherung und untersagt die Weitergabe an Kunden.
  • Marktstellung: Makler vermittelten 2024 rund 40 % des Neugeschäfts in der Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherung und knapp 30 % in der Lebensversicherung.
  • Kein Tarif: Der Gehaltstarifvertrag der Versicherungswirtschaft gilt für Versicherungsunternehmen. Bei Maklerhäusern wird das Gehalt in aller Regel frei verhandelt.

Wie verdient ein Versicherungsmakler sein Geld?

Ein Versicherungsmakler arbeitet im Auftrag des Kunden, wird aber vom Versicherer bezahlt. Diese Vergütung heißt Courtage: Es ist die Provision des Maklers, die der Versicherer für jeden vermittelten und betreuten Vertrag zahlt. Diese Konstruktion erklärt fast alles, was das Einkommen dieses Berufs von anderen unterscheidet. Rechtlich definiert § 59 Absatz 3 des Versicherungsvertragsgesetzes den Versicherungsmakler als denjenigen, der gewerbsmäßig für den Auftraggeber die Vermittlung oder den Abschluss von Versicherungsverträgen übernimmt, ohne von einem Versicherer damit betraut zu sein. Der Versicherungsvertreter dagegen ist nach § 59 Absatz 2 vom Versicherer betraut und steht auf dessen Seite. Beide brauchen nach § 34d der Gewerbeordnung eine Erlaubnis der Industrie- und Handelskammer, in der ausdrücklich steht, ob sie einem Vertreter oder einem Makler erteilt wird.

Wie groß dieser Berufsstand ist, zeigt das Vermittlerregister, das die Industrie- und Handelskammern nach § 11a der Gewerbeordnung führen. Zum 1. Juli 2026 waren dort 47.244 Versicherungsmakler mit Erlaubnis eingetragen, dazu 27.272 Versicherungsvertreter mit eigener Erlaubnis und 97.780 gebundene Versicherungsvertreter, die ausschließlich für ein Versicherungsunternehmen arbeiten. Versicherungsberater, die sich nach § 34d Absatz 2 allein vom Kunden bezahlen lassen dürfen, gab es nur 338. Die Zahlen belegen zweierlei: Der Makler ist längst kein Nischenberuf mehr, und das Honorarmodell hat sich in Deutschland kaum durchgesetzt.

Für die Frage nach dem Gehalt ist deshalb entscheidend, in welcher Rolle Sie arbeiten. Der selbständige Makler, ob als Einzelunternehmer oder Inhaber eines Maklerbüros, erzielt Courtagen und trägt alle Kosten seines Betriebs selbst. Der angestellte Makler, etwa als Kundenbetreuer oder Fachbetreuer bei einem Maklerhaus wie Funk, Marsh oder Aon, bezieht ein Gehalt, häufig ergänzt um einen variablen Anteil, ohne selbst Courtageempfänger zu sein. Eine Besonderheit gilt für Firmenkunden: Die Maklererlaubnis umfasst nach § 34d Absatz 1 Satz 8 die Befugnis, Unternehmen gegen gesondertes Entgelt rechtlich zu Versicherungsverträgen zu beraten. Im Gewerbe- und Industriegeschäft sind Honorare neben der Courtage also zulässig, gegenüber Verbrauchern nicht.

Was verdienen angestellte Versicherungsmakler?

Für das Angestelltenverhältnis liefert das Gehaltsportal gehalt.de, das seine Werte aus Stellenanzeigen und Nutzerangaben gewinnt, eine öffentlich zugängliche Übersicht mit Quartilen, Erfahrungsstufen und Betriebsgrößen. Für den Beruf Versicherungsmakler weist es folgende Bruttowerte bei 40 Wochenstunden aus:

KennzahlJahresbruttoMonatsbrutto
Unteres Quartil (25 %)46.418 €3.743 €
Median54.466 €4.392 €
Oberes Quartil (75 %)63.909 €5.154 €

Portal-Auswertung auf Basis von Stellenanzeigen und Nutzerangaben, bezogen auf 40 Wochenstunden. Quelle: gehalt.de, Berufsprofil Versicherungsmakler/-in, abgerufen am 09.09.2026.

Der Median ist der mittlere Wert: Die Hälfte der erfassten Gehälter liegt darüber, die andere Hälfte darunter, und die Quartile markieren das untere und das obere Viertel. Der Median von 54.466 € liegt spürbar über dem, was das Portal für Kaufleute für Versicherungen und Finanzen insgesamt ausweist, nämlich 45.358 €. Ein Grund dafür ist das Geschäftsfeld: Maklerhäuser sind stark im Gewerbe- und Industriegeschäft vertreten, in dem komplexe Risiken und hohe Beitragsvolumina betreut werden. Zwei weitere Faktoren macht das Portal selbst sichtbar, die Berufserfahrung und die Größe des Arbeitgebers:

MerkmalAusprägungJahresbrutto (Durchschnitt)
Berufserfahrungunter 3 Jahre42.548 €
3 bis 6 Jahre44.807 €
7 bis 9 Jahre47.789 €
mehr als 9 Jahre56.688 €
Betriebsgrößeunter 100 Mitarbeiter52.470 €
101 bis 1.000 Mitarbeiter60.799 €
1.001 bis 20.000 Mitarbeiter67.073 €
mehr als 20.000 Mitarbeiter73.007 €

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Quelle: gehalt.de, Berufsprofil Versicherungsmakler/-in, abgerufen am 09.09.2026.

Gehaltsspannen angestellter Versicherungsmakler laut gehalt.de (Jahresbrutto)

Quartile gesamt 46.418–63.909 €

Berufserfahrung (unter 3 bis über 9 Jahre) 42.548–56.688 €

Betriebsgröße (unter 100 bis über 20.000 Mitarbeiter) 52.470–73.007 €

42.50043.50044.50045.50046.50047.50048.50049.50050.50051.50052.50053.50054.50055.50056.50057.50058.50059.50060.50061.50062.50063.50064.50065.50066.50067.50068.50069.50070.50071.50072.50073.500

Angaben in € im Monat

Der Sprung zwischen sieben bis neun und mehr als neun Berufsjahren fällt mit knapp 9.000 € besonders deutlich aus. In der Maklerpraxis ist das plausibel, denn erfahrene Betreuer bringen eigene Kundenverbindungen mit, und die Betreuung großer Firmenkunden wird erst nach Jahren im Geschäft übertragen. Regional streuen die Werte ebenfalls: Für Baden-Württemberg nennt das Portal 57.032 € und für Bayern 55.655 €, für Thüringen 47.997 € und für Sachsen-Anhalt 47.505 €. Wer bei einem großen internationalen Maklerhaus in Hamburg, München oder Frankfurt einsteigt, bewegt sich also in einer anderen Gehaltsregion als in einem kleinen Maklerbüro in der Fläche.

Eine Tariftabelle wie bei den Versicherern gibt es für diese Gehälter nicht. Der Gehaltstarifvertrag der privaten Versicherungswirtschaft wird vom Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen abgeschlossen und regelt die Arbeitsverhältnisse in den Versicherungsunternehmen. Maklerhäuser sind eigenständige Vermittlerbetriebe, und in unserer Auswertung vom 9. September 2026 verwiesen nur zwei von 474 Ausschreibungen der Maklerhäuser überhaupt auf einen Tarifvertrag. Für angestellte Makler ist das Gehalt damit in aller Regel Verhandlungssache, die Tarifwerte der Versicherer taugen höchstens als Vergleichsmaßstab, den wir im Ratgeber Versicherungskaufmann Gehalt vollständig abgebildet haben.

Wie setzt sich die Courtage zusammen?

Selbständige Makler und Maklerunternehmen finanzieren sich über die Courtage, die der Versicherer für die Vermittlung und Betreuung eines Vertrags zahlt. Üblich sind zwei Bestandteile: eine einmalige Abschlusscourtage, die sich in der Lebens- und Krankenversicherung an der Beitragssumme des Vertrags und in den Sachsparten am Jahresbeitrag orientiert, sowie eine laufende Bestandscourtage für die Betreuung des Vertrags über seine Laufzeit. Die konkreten Sätze vereinbaren Makler und Versicherer in Courtagezusagen. Amtliche Zahlen zu diesen Sätzen liegen uns nicht vor, wir nennen deshalb nur die Grenzen, die das Gesetz zieht, und die sind konkreter, als viele Berufseinsteiger erwarten.

  • Deckel in der Krankenversicherung: Nach § 50 des Versicherungsaufsichtsgesetzes dürfen die Abschlussprovision und sonstige Vergütungen für eine substitutive Krankenversicherung, also eine private Krankenvollversicherung, die die gesetzliche ersetzt, zusammen 3,3 % der Bruttobeitragssumme des vermittelten Vertrags nicht übersteigen. Die Bruttobeitragssumme ist die über 25 Jahre hochgerechnete Erstprämie.
  • Grenze in der Lebensversicherung: Der Versicherer darf seine einmaligen Abschlusskosten nach § 4 der Deckungsrückstellungsverordnung nur bis zu einem Zillmersatz von 25 Promille der Summe aller Prämien aus den Beiträgen der ersten Jahre decken. Zillmerung heißt dieses Verfahren, bei dem der Versicherer seine Abschlusskosten aus den ersten Beiträgen des Kunden verrechnet. Diese Regel begrenzt indirekt, was Versicherer an Abschlusscourtage kalkulieren können.
  • Haftung bei frühem Storno: Kündigt der Kunde eine Lebens-, Kranken- oder Restschuldversicherung in den ersten fünf Jahren, darf der Vermittler nach § 49 des Versicherungsaufsichtsgesetzes die Provision nur anteilig für die tatsächlich gelaufene Zeit behalten. Abschlusscourtagen sind in diesen Sparten also fünf Jahre lang nicht endgültig verdient.
  • Keine Weitergabe an Kunden: § 48b des Versicherungsaufsichtsgesetzes verbietet Versicherern und Vermittlern, Kunden Sondervergütungen zu gewähren, insbesondere Provisionsabgaben. Geringwertig und damit erlaubt sind Zuwendungen bis 15 € je Versicherungsverhältnis und Kalenderjahr. Zulässig bleibt eine Weitergabe, die dauerhaft die Leistung erhöht oder die Prämie senkt.

Auch für angestellte Makler hat die Courtagewelt eine rechtliche Kehrseite. Nach § 14 der Versicherungsvermittlungsverordnung darf ein Vermittlerbetrieb seine Beschäftigten nicht in einer Weise vergüten oder mit Verkaufszielen steuern, die mit der Pflicht kollidiert, im bestmöglichen Interesse des Kunden zu handeln. Reine Abschlussprämien, die zum Verkauf eines bestimmten Produkts anreizen, sind damit rechtlich eingeschränkt.

Welche Marktstellung haben Versicherungsmakler?

Wie viel Geschäft über Makler läuft, erhebt der Gesamtverband der Versicherer jährlich bei seinen Mitgliedsunternehmen. Der Anteil der Makler am vermittelten Neugeschäft ist je nach Sparte sehr unterschiedlich und in den Sachsparten in den letzten Jahren gewachsen:

SparteMakler-Anteil 2020Makler-Anteil 2024
Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherung37,8 %40,6 %
Lebensversicherung28,4 %29,8 %
Private Krankenversicherung26,8 %26,9 %
Kraftfahrzeugversicherung23,3 %23,4 %
Rechtsschutzversicherung18,9 %19,4 %

Anteil der Makler am Neugeschäft, Lebensversicherung nach vermittelter Beitragssumme, Krankenversicherung nach Monatsbeitrag, übrige Sparten nach Jahresbeitrag. Quelle: GDV, Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft, Tabelle Anteile der Vertriebswege am Neugeschäft, Stand 2025.

Für die Verdienstfrage sind diese Anteile mehr als Hintergrundwissen. In der Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherung, dem Kerngeschäft der Gewerbe- und Industriemakler, werden inzwischen zwei von fünf Euro des Neugeschäfts über Makler platziert, mit steigender Tendenz. Genau dort entstehen die Stellen bei den großen Maklerhäusern, deren Gehälter das obere Ende der Spannen bilden. In der Kraftfahrzeug- und Rechtsschutzversicherung dominieren dagegen gebundene Vertreter, die nur für einen Versicherer arbeiten, sowie der Direktvertrieb, dem der Verband auch die Vergleichsportale zurechnet.

Welche Pflichten und Kosten mindern den Verdienst?

Brutto ist beim selbständigen Makler nicht gleich Einkommen, denn die Erlaubnis ist an Voraussetzungen geknüpft, die Geld und Zeit kosten. Nach § 34d Absatz 5 der Gewerbeordnung wird die Erlaubnis versagt, wenn die Zuverlässigkeit fehlt, die Vermögensverhältnisse ungeordnet sind, keine Berufshaftpflichtversicherung nachgewiesen wird oder die Sachkundeprüfung vor der Industrie- und Handelskammer fehlt. Die Berufshaftpflicht ist ein dauerhafter Kostenblock, die Sachkundeprüfung entfällt für Versicherungskaufleute, deren Abschluss nach § 5 der Versicherungsvermittlungsverordnung gleichgestellt ist.

Hinzu kommen laufende Pflichten. § 34d Absatz 9 der Gewerbeordnung verlangt von Vermittlern und ihren unmittelbar in der Vermittlung tätigen Beschäftigten 15 Stunden Weiterbildung je Kalenderjahr, deren Nachweise nach § 7 der Versicherungsvermittlungsverordnung fünf Jahre aufzubewahren sind. Das Versicherungsvertragsgesetz verpflichtet den Makler in § 60, seinem Rat eine hinreichende Zahl von Versicherern und Verträgen zugrunde zu legen, und in § 61, den Kunden nach Wünschen und Bedürfnissen zu befragen, zu beraten und die Gründe jeder Empfehlung zu dokumentieren. Marktvergleich, Beratung und Dokumentation sind damit keine Serviceleistung, sondern gesetzlicher Aufwand, der in jeder Courtage mitverdient werden muss.

Newsletter

Erhalten Sie mit unserem Newsletter wöchentlich die Top-Stellenangebote bei Versicherern, Maklern und Versicherungsdienstleistern direkt per E-Mail. Jederzeit kündbar. Keine Werbung.

Was zeigen die Stellenanzeigen der Maklerhäuser?

Was Maklerhäuser ihren Angestellten bieten, haben wir in unserer eigenen Stellendatenbank ausgewertet. Zum Stichtag 9. September 2026 waren auf versicherung-jobs.com 474 Stellen von 25 Arbeitgebern ausgeschrieben, die als Versicherungsmakler oder Maklerpool auftreten. Fünf Befunde stachen heraus:

  • Die großen Industriemakler dominierten: Makler, die Unternehmens- und Industriekunden betreuen, stellten die meisten Stellen. Marsh (93 Stellen), die Funk Gruppe (69), GGW (61), MRH Trowe (39) und Aon (29) stellten zusammen mehr als 60 % der Ausschreibungen. Mit Fonds Finanz (32), VEMA (21) und blau direkt (19) waren auch die Maklerpools sichtbar, die als Dienstleister für selbständige Makler auftreten.
  • Gehaltsangaben fehlten fast vollständig: Nur eine einzige der 474 Ausschreibungen nannte überhaupt einen Euro-Betrag. Wer sich bei einem Maklerhaus bewirbt, verhandelt das Gehalt also ohne veröffentlichte Referenz, was den Blick auf die Portalwerte oben umso wichtiger macht.
  • Vertrieb war das größte Feld, aber nicht das einzige: 121 Stellen entfielen auf Vertrieb und Maklerbetreuung, 63 auf IT und Digitalisierung, 50 auf Kundenservice und Sachbearbeitung, 48 auf Controlling und Finanzen. Maklerhäuser suchen längst nicht nur Vermittler.
  • Die Standorte konzentrierten sich: 133 Stellen waren in Hamburg angesiedelt, 72 in München, 45 in Frankfurt am Main, dahinter folgten Berlin (22) und Stuttgart (19).
  • Homeoffice war fast Standard: 376 der 474 Ausschreibungen, also 79 %, boten mobiles Arbeiten an, ebenso viele Weiterbildung. 340 nannten flexible Arbeitszeiten und 286 eine betriebliche Altersversorgung.

Auffällig ist zudem, wie klein der Nachwuchsanteil war: 22 Stellen richteten sich an Praktikanten und Werkstudenten, 19 waren Ausbildungsplätze zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen, 9 Plätze für ein duales Studium. Maklerhäuser suchten damit überwiegend ausgebildete Fachkräfte. Wie der Weg dorthin aussieht, beschreibt das Berufsprofil Versicherungskaufmann.

Aktuelle Stellen bei Versicherungsmaklern

Offene Positionen bei Maklerhäusern und Maklerpools bündeln wir im Bereich Versicherungsmakler Jobs, die Betreuung von Maklern aufseiten der Versicherer im Bereich Maklerbetreuer Jobs:

Aktuelle Stellen rund um Versicherungsmakler

Aktuell 56 Ausschreibungen mit Makler im Titel auf versicherung-jobs.com, vom Kundenbetreuer im Maklerhaus bis zum Maklerbetreuer beim Versicherer.

Fazit

Das Gehalt als Versicherungsmakler hat zwei Gesichter. Angestellte Makler verdienen im Median 54.466 € im Jahr, mit deutlichem Aufschlag für Erfahrung und für große Maklerhäuser, aber ohne Tarifbindung und meist ohne veröffentlichte Gehaltsangabe in der Stellenanzeige. Selbständige Makler leben von Courtagen, die gesetzlich nach oben begrenzt, bei frühem Storno fünf Jahre lang gefährdet und nicht an Kunden weitergebbar sind, und sie tragen Haftpflicht, Weiterbildung und Beratungsaufwand selbst. Wer die Regeln kennt, kann beide Modelle realistisch bewerten. Wir hoffen, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten!

FAQ: Häufige Fragen zum Versicherungsmakler Gehalt

Wie viel verdient ein selbständiger Versicherungsmakler?

Eine amtliche Statistik zum Einkommen selbständiger Makler liegt uns nicht vor, und Gehaltsportale erfassen nur Angestellte. Das Einkommen ergibt sich aus Abschluss- und Bestandscourtagen abzüglich der Betriebskosten, allen voran Berufshaftpflicht, Personal und Weiterbildung. In der Krankenversicherung begrenzt § 50 des Versicherungsaufsichtsgesetzes die Abschlussvergütung auf 3,3 % der Bruttobeitragssumme je Vertrag, in der Lebensversicherung wirkt der Zillmersatz von 25 Promille nach § 4 der Deckungsrückstellungsverordnung als Obergrenze.

Verdient ein Makler mehr als ein Versicherungsvertreter?

Beide werden vom Versicherer vergütet, der Vertreter als Beauftragter des Versicherers, der Makler als Beauftragter des Kunden nach § 59 des Versicherungsvertragsgesetzes. Für angestellte Vermittler im Werbeaußendienst der Versicherer garantiert der Tarifvertrag ein Mindesteinkommen von 2.400 € im Monat plus Provisionen, für angestellte Makler nennt gehalt.de einen Median von 4.392 € im Monat. Bei Selbständigen entscheidet der Kundenbestand, nicht der Status.

Darf ein Versicherungsmakler seine Courtage an Kunden weitergeben?

Grundsätzlich nicht. § 48b des Versicherungsaufsichtsgesetzes untersagt Versicherern und Vermittlern jede Sondervergütung an Kunden, insbesondere die vollständige oder teilweise Provisionsabgabe. Erlaubt sind geringwertige Zuwendungen bis 15 € je Versicherungsverhältnis und Kalenderjahr sowie eine Weitergabe, die dauerhaft die Versicherungsleistung erhöht oder die Prämie senkt.

Muss sich ein Versicherungsmakler weiterbilden?

Ja. § 34d Absatz 9 der Gewerbeordnung schreibt 15 Stunden Weiterbildung je Kalenderjahr vor, und zwar für den Makler selbst und für alle Beschäftigten, die unmittelbar bei der Vermittlung oder Beratung mitwirken. Die Nachweise sind nach § 7 der Versicherungsvermittlungsverordnung fünf Jahre lang aufzubewahren, die Industrie- und Handelskammer kann eine Erklärung über die Erfüllung verlangen.